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Bericht vom Freilernerbundestreffen in Friedrichsroda

Treffen von Clonlara und dem Bundesverband Natürlich Lernen, im Februar 2013.

Geplant war unser Bundestreffen im Pfadfinderheim „Kühles Tal“. Wir rechneten mit 30 bis 60 Menschen. Die letzten Treffen bewegten sich in dieser Größenordnung. Und dann meldeten sich 150 Menschen an. Für so viele Menschen gab es im Pfadfinderheim einfach keinen Platz. Sollten wir der Hälfe absagen?

Anke Heinrich, die schon das erste Haus organisiert hat und sich außerdem um Anmeldung und Essen kümmerte, fand in der Nähe – zu Fuß etwa 4 km, mit dem Auto 10 km – ein weiteres Haus, den „Waldhof Finsterbergen“. Dort konnte der zweite Teil der Gruppe übernachten und außerdem waren die Gemeinschaftsräume so groß, dass sie für alle gemeinsam ausreichten.

Für die Organisation war das natürlich eine große Herausforderung. Essen mußte auf zwei Häuser verteilt werden, kochen in zwei Häusern, Kontakte zu den Vermietern, Hauseinführung – alles war plötzlich doppelt und für doppelt so viele Menschen, wie ursprünglich geplant. Was sollte wann wo statt finden? Wie kamen die beiden Gruppen in Kontakt?

Pfadfinderheim "Kühles Tal"

Pfadfinderheim "Kühles Tal"

Waldhof "Finsterberge"

Waldhof "Finsterberge"

So viele Menschen. Wir waren beeindruckt und es war ein tolles Gefühl zu spüren: Wir sind Viele. Nachdem einige Familien wegen Krankheit kurzfristig absagen mußten, waren wir etwa 120 Teilnehmer, die Kinder unter drei Jahren noch gar nicht gerechnet.

Ankommen, Abendessen und die Begrüßungs und Kennenlernrunde fand jeweils in den beiden Häusern statt. Karen übernahm die Hausverantwortung für Finsterberge, Randy und Andreas hatten den Hut in der Küche auf. Im Kühlen Tal machte beides Anke. Der Samstag wurde gemeinsam in Finsterberge verbracht und Sonntag war wieder auf die beiden Häuser verteilt. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen wohnten überwiegend im Pfadfinderheim.

Geplant war, den Schnee im Thüringer Wald zum Rodeln nutzen zu können. Der kam dann auch pünktlich in der Nacht zuvor in großen Mengen, was für manche Autos nicht ganz einfach war und das schnelle Hin-und-her-fahren zwischen den zwei Orten erschwerte.

Konkret vor Ort, beim Auspacken der Lebensmittel und in der Küche fanden sich schnell helfende Hände. Ankommen, sich in den Zimmern einrichten, sich begrüßen und beschnuppern, dazwischen zahlreiche Gespräche braucht seine Zeit. Zumindest meine Kinder waren gleich mit einer Gruppe anderer Kinder – alt Bekannte und auch Neue – unterwegs und ich bekam sie nur ab und zu und zum Essen und Ins-Bett-gehen zu sehen. Für sie war das Wochenende wieder mal viel zu kurz.

Essensausgabe

Essensausgabe

Nach dem Abendessen machten wir im Kühlen Tal eine offizielle Begrüßungsrunde. Anke erklärte die wichtigen Dinge im und um das Haus. Gesammelter wurde die Atmosphäre, nachdem wir unser BVNL Lieblingsspiel „Der Wind weht für alle“ spielten. Das macht Großen wie Kleinen jedes Mal viel Spaß. Bei der anschließenden Vorstellungsrunde wurde als Hauptbedürfnis alte Bekannte wieder treffen und neue Menschen kennen zu lernen, sowie miteinander Spaß haben, Austausch und Vernetzung und andere Freilerner treffen geäußert. Anschließend teilte sich die Gruppe. Die zum größeren Teil etwas jüngeren spielten noch bis tief in die Nacht (vielleicht war es auch schon der frühe Morgen) Kreisspiele. Wir anderen gingen in einen ruhigeren Raum und tauschten uns über die Frage aus, wie freies Lernen bei uns in Deutschland möglich ist. Diejenigen, die es bereits hier im Land praktizieren, berichteten darüber, wie es bei ihnen funktioniert. Und es waren doch einige dabei, die es offen und mit Wissen der Behörden machen, nicht ohne Ärger, aber mit überschaubaren Schwierigkeiten.

Große Runde im Waldhaus...

Große Runden

Im Waldhaus waren in der Abendrunde konkretere Wünsche und auch Ideen, wie was gemacht werden kann, geäußert worden. Dazu folgende Stichworte:

 

Motivation zum Wochenende zu kommen und Wünsche:

  • Vernetzung/gegenseitige Unterstützung
  • Selbstbestimmung von jungen Menschen
  • Freilernen
  • Gemeinschaft
  • Kontakt zu anderen Familien (auch in der eigenen Nähe)
  • Unterstützung rechtliche Situation
  • Unterstützung bei Abschlussprüfungen (Abi)
  • Schulverweigererprojekt
  • Wie schafft man ein Lernumfeld?
  • Emotionale Unterstützung
  • Kontakt zu deutschen Familien
  • Kinderrecht – Elternrecht
  • Vernetzung von Septré mit den Lifelearners (OYA)
  • Unterstützung beim Ideensammeln für ein Freilerner-/Schulverweigererprojekt (Kristin)

 

Kontakt, Vernetzungsarbeit und Infos bei:

  • Freilernertreffen wie BVNL/Clonlara-Treffen, Septembertreffen,
  • Schulfrei-Festival
  • Libertärer Bildungskongress
  • BVNL
  • Abitur auf eigene Faust ( This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. )
  • Clonlara Schule
  • Freilerner-Solidarfonds
  • Freilernergruppe Leipzig (Kristin, Andrzey)
  • Zeitschriften „Die Freilerner“, „Oya“ und „Unerzogen

 

Ideen zur Vernetzung und Verbreitung:

  • Facebook-Gruppen
  • Mailing-Listen
  • Flyer streuen in Bibliotheken und Läden und an anderen Orten
  • Gegenseitige Unterstützung zwischen lokalen Gruppen
  • BVNL könnte „buchbare“ Veranstaltungen bieten wie z.B. Infoveranstaltungen oder Vorträge


Samstagvormittag fanden im Waldhaus einige Arbeitsgruppen statt. Anke Caspar-Jürgens stellte ihr neues Buch „Lernen ist Leben- Die Familienschule“ vor.

Anschließend war von Mandy initiiert ein Gesprächskreis zu dem Thema „Freilerner und Gemeinschaft“. Hierzu gibt es auch ein Forum www.freilernerdorf.de und derzeit wird ein großes Treffen mit und für Gemeinschafts-Interessierte geplant, vom 26.4.-6.5. in Prayce. Startschuß zu diesen Überlegungen für ein längeres Planungstreffen war in Friedrichroda.

Außerdem übermittelte Carola Eder in dieser Runde noch einen kleinen Bericht über die Freilerner-/Gemeinschaftssituation in Österreich und den Wunsch ihrer Freundin, eine Art Öko-/Freilerngemeinschaft möglichst in der Nähe von München zu gründen.

Gleichzeitig konnten bei Karen Plüschtiere genäht werden. Dieses Angebot wurde von vielen Kindern gerne angenommen. So waren Karen und einige mithelfende Eltern sehr gefordert, allen Kindern ausreichend bei ihrer Arbeit zu helfen.

Die Küche mußte nun für die ganze Großgruppe kochen. Trotz wenigen Helfern und einer viel zu kleinen Küche wurde das großartig gemeistert.

Viel Schnee...

Wir anderen vom Pfadfinderhaus begaben uns auf eine Schneewanderung über den Berg zum Waldhaus. Es war ein schöner, nicht allzu langer Weg. Eine Schar Kinder sprang voraus und erklomm die steilsten Hänge, wir Großen bevorzugten die Wege und unterhielten uns dabei. Für Familien mit mehreren kleinen Kindern war es aber schon eine größere Aktion alle, winterfest anzuziehen und die kurzen 4 km wurden zu langen 2 Stunden. 

Im Waldhaus angelangt, plötzlich mit so vielen neuen Menschen konfrontiert, brauchten wir wieder Zeit, um anzukommen und uns in die nun neue Gruppe einzufinden.

Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung

Nachmittags fand die Mitgliederversammlung des BVNLs statt. Der Vorstand wurde erweitert und besteht nun aus Immanuel Wolf, Burkard Hollaz, Randy Röhlich und Karen Kern. Beschlossen wurde ein Text, in dem wir unser Selbstverständnis und unsere Arbeitsweisen als Bundesverband zusammen fassen.

Sonntagvormittag fand im Pfadfinderheim der Workshop „Funktionenanalyse der Schule“ statt, den Immanuel schon lange mal ausprobieren wollte. Die Funktionsanalyse ist eine Methode aus der Permakultur, bei der überlegt wird, welche Funktionen durch eine bestimmte Sache – in dem Fall die Schule – alle erfüllt werden und welche alternativen Möglichkeiten (falls die Funktionen erwünscht und gebraucht werden) es gibt, diese zu erfüllen. Der Workshop wird bei Gelegenheit fortgesetzt.

Im Waldhaus gab es am Sonntagvormittag eine intensive Abschlussgruppe, in der es um Rückmeldungen zum Treffen ging und Ideen über die zukünftige Gestaltung von Treffen ausgetauscht wurden.

Die Idee, zwei Häuser zu nutzen, war aus der „Not“ der vielen Anmeldungen geboren. Wäre absehbar gewesen, dass so viele kommen werden, hätte Anke sich von vornherein um ein größeres Haus gekümmert. Natürlich brachten die Verteilung auf zwei Orte so manche Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten mit sich. Anke und Karen als Hauptverantwortliche waren als Ansprechpartner und Organisator vor Ort ununterbrochen gefordert, was an ihren eigenen Kräften über Gebühr zehrte. In der BVNL Mailingliste entstand anschließend ein reger Austausch, der noch anhält, wie Treffen zukünftig organisiert werden können. Wir freuen uns, wenn ihr auch Mitglied im BVNL werdet und euch über die Mailingliste mit einbringt.

Insgesamt waren alle froh, dass das Treffen statt gefunden hat und waren begeistert, dass so viele Menschen gekommen sind. Es war ein erfreuliches und ermutigendes Treffen.

Christiane Ludwig-Wolf, eine Zusammenfassung von Berichten von Immanuel Wolf, Karen Kern, Kristin Lehmann, Lena und eigenem.

Jahresrückblick

Rückschau aus Sicht des BVNL

Dies ist eine sicherlich nicht ganz vollständige Auflistung der Ereignisse und Aktivitäten des vergangenen Jahres. Jene, an denen der BVNL direkt beteiligt war, sind Grün markiert, in Blau die der Jugendgruppe Septré. Und da sich Menschen der Piratenpartei dieses Jahr besonders mit Home Education auseinandersetzten, führen wir ihre Aktivitäten in Orange an. Alle sonstigen Ereignisse sind Schwarz gekennzeichnet.

  • 17. September 2011 in Stuttgart: Der Tag der Bildungsfreiheit wird mit Infostand und Programm nachgefeiert.
    Es waren insgesamt ca. 40 Personen dabei. Das Wetter war schön, aber etwas windig. die Stimmung war gut. Es fanden verschiedene inhaltliche Arbeitsgruppen statt. >>Fotos auf Facebook

  • 18. September 2011 in Stuttgart: Mitgliederversammlung des BVNL. In ganz kleinem Rahmen, der Mix aus verschiedenen Orten und Veranstaltungen an dem Wochenende war wohl nicht so günstig. Inhaltlich wurde beschlossen, die Strukturen der Initiative für Selbstbestimmtes Lernen nicht mehr weiter zu tragen, da die schon länger bestehende faktische Personalunion von Initiative und BVNL zu Unklarheiten führte.

  • 19. November 2011 in Wimmental: Freilernernetz gegründet. Es trafen sich Menschen vom BVNL, dem NBF, Clonlara und Einzelpersonen, um die Vernetzung in Deutschland wiederzubeleben. Wir einigten uns auf ein „Selbstverständnis“ und planten weitere Schritte. >>Bericht vom Treffen

  • Ab 11. Januar 2012: Mitmachaktion - Solidarität für Bildungsfreiheit. Weil sie ihre Kinder nicht zur Schule schicken, sind Christiane Ludwig-Wolf und Andreas Jannek zu einem Bußgeld verurteilt worden. Viele Menschen haben jeweils 2 € an die Staatskasse überwiesen und damit nicht nur das Bußgeld und die Gerichtskosten gemeinsam getragen, sondern auch sichtbar gemacht, dass es viele Menschen gibt, die sich wünschen, dass Freilernen als Bildungsform auch in Deutschland legal möglich ist. >> Bericht von der Aktion

  • 12.-15. Januar 2012 in Hagen: „The European Network of Home Education (TENHE)“ gegründet. Vertreter aus ganz Europa trafen sich. Es wurden Grundlagen für die Strukturen und die Art und Weise der Zusammenarbeit erarbeitet. Das Treffen wurde zuletzt durch die Diskussion um die GHEC etwas überschattet. >>Kurzer Bericht vom Treffen

  • 15. Februar 2012: Offener Brief des BVNL an den Freistaat Thüringen. Mit der Forderung nach Freilassung jugendlicher Schulverweigerer, die in der Jugendhaftanstalt in Weimar im Arrest sitzen, weil sie die Schulpflicht verweigern und die verhängten Bußgelder nicht bezahlt haben. >> Offener Brief und Antwort

  • 24./25. März 2012: Ein Bundesbildungstreffen der Piratenpartei. Home Education war als Thema sehr präsent, unter anderen war André Stern als Referent geladen. Viele Freilerner kamen zum Treffen. >>Vortrag von André Stern , >>Vortrag von Reinhard Kahl

  • 15. - 21. April 2012 in Neuruppin: Treffen der Jugendgruppe Septré >>Fotos auf Facebook

  • 15. März 2012 BVNL-Beschluss zur "Globalen Home Education Konferenz".
    Nach langer Diskussion auf unserer internen Mailingliste des BVNL entschließen wir uns zu einem öffentlichen Statement, das der BVNL sich nicht an einer Konferenz beteiligt, die so stark von HSLDA getragen wird, und die Durchführung dieser Konferenz in Deutschland für politisch unklug hält. >> Beschluss des BVNL , >>Kritischer Blog zur Konferenz , >> Offener Brief anlässlich der Konferenz

  • 01. Mai 2012: Erste Ausgabe der Freilernerzeitschrift. Der bisherige "Rundbrief der Initiative für selbstbestimmtes Lernen" wird nun als „Die Freilerner - Zeitschrift für selbstbestimmtes Lernen“ vom BVNL herausgegeben. >> Seite der Freilernerzeitschrift

  • 12. Mai 2012 in Karlsruhe: Netzwerktreffen des Freilernernetzes. Eine gemeinsame Internetplattform wird vorgestellt, über die wir an verschiedenen Projekten weiter arbeiten wollen.

  • 15. - 18. Juni 2012 auf der Schwäbischen Alb: Freilernertreffen von BVNL und Clonlara. Mit über 50 TeilnehmerInnen. Es gab viele verschiedene intensive Gespräche. Eine Clonlara-Schülerin bekam ihr Highschooldiplom überreicht. Der Erlös eines kleinen Flohmarktes ging zum Teil an die neu gegründete Freilerner Solidargemeinschaft. Der andere Teil ging an Septré. Es wurde der Verein Freilerner Solidargemeinschaft gegründet. Der Verein hat sich zur Aufgabe gesetzt junge Menschen und ihre Familien zu unterstützen, die wegen der Wahl ihrer Bildungsform oder wegen ihres Widerstandes gegen eine fremdbestimmte, z.B. staatlich vorgeschriebene Bildungsform unter Druck gesetzt werden und Repressionen, Strafen oder sonstigen Sanktionen ausgesetzt sind. Anfragen zur Freilerner Solidargemeinschaft bitte an This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. >> Fotos vom Treffen auf Facebook

  • 17. Juni 2012: Infostand des BVNL auf der Ökofete in Leipzig. >> Fotos vom Infostand auf Facebook

  • 25. Juli – 01. August 2012 in England: Jugendliche der Gruppe Septré nehmen am Home Educators' Summer Festival teil. >> Fotos vom Treffen auf Facebook , >> Website vom Home Educators Summer Festival

  • 28. August 2012: Experten des von Angela Merkel „geschaffenen“ Zukunftsdialog empfehlen Bildungspflicht.
    "Die Schulanwesenheitspflicht durch eine Bildungsverpflichtung zu ersetzen, ist eine wichtige Voraussetzung für die Herausbildung eines Bildungssystems, das auf die Entfaltung von Talenten und Begabungen und auf die Befähigung zu selbstverantwortlicher Lebensgestaltung ausgerichtet ist. Die Gesetzgebung wird sich wohl über kurz oder lang mit dieser Problematik befassen müssen. Es kann nicht so bleiben, dass Schüler auch in Zukunft auf die Frage, weshalb sie täglich zur Schule gehen, antworten „weil ich muss“."
    Die Arbeitsgruppe „Potenzialentfaltung und selbstverantwortliche Lebensgestaltung
    (Thema III: "Wie wollen wir lernen?", Seite 426) >>Zum Ergebnisbericht

  • 1. - 8. September 2012 im Wendland: Treffen der Jugendgruppe Septrè. Ein besonders schönes Treffen, neben Spiel, Spass und Lagerfeuer gab es noch eine tolle Jubiläumsparty und Potry Slam. In einem Aufnahmestudio wurde der Song "Frei Sein" aufgenommen.  >> Den Song auf Soundcloud anhören ,   >> Fotos vom Treffen auf Facebook

  • 15. September 2012 in Berlin: Auf der Landesmitgliederversammlung der Berliner Piraten wird ein Antrag zu Bildungspflicht statt Schulanwesenheitspflicht mit knapper Mehrheit angenommen.  >>Zum beschlossenen Antrag , >>Zum Blog der Antragssteller, mit verschiedenen Texten zum Antrag

  • 28. bis 30. September 2012 auf dem Listhof in Reutlingen: Freilernertreffen von BVNL und Clonlara. Insgesamt war es wieder ein schönes Treffen mit viel Austausch und guten Begegnungen, meist im Haus, am letzten Tag dann noch draußen am Lagerfeuer. >>Fotos vom Treffen auf Facebook

  • 14. November 2012 in Bremen: Demonstration und Aktionstage für freie Bildung. Ein Bündnis aus Schülern und Studenten hatte im Rahmen des „Global Education Strike“ dazu aufgerufen. Gegen Noten, Zwang, Konkurrenz und Selektion! >>Website zu den Aktionstagen , >>Fotos mit Septré auf Facebook

  • 16. November 2012 in Eschwege: Das Bußgeldverfahren gegen den 16-jährigen Homeschooler Daniel Dudek wird eingestellt. Die beiden älteren Brüder waren ebenfalls zu Hause unterrichtet worden und hatten beide ihre staatlichen Realschulabschlüsse als Klassenbeste mit einem Notenschnitt von jeweils 1,1 abgelegt. >>Zum Zeitungsartikel

Die vielen regionalen Freilernertreffen sind nicht mit aufgelistet. Manche finden wöchentlich oder monatlich statt, andere in größeren Abständen oder unregelmäßig.
Die Vernetzung in regionalen Gruppen nimmt immer mehr Gestalt an.
Mailinglisten für die einzelnen Bundesländer können vielleicht helfen, die verschiedenen aktiven oder interessierten Menschen weiter zu vernetzen. Die Internetseite
www.eu-le.eu ist gerade im Aufbau. Mit der Seite können sich verschiedene Gruppen präsentieren und ihre Termine veröffentlichen. Bald soll es eine Funktion geben, dass man die Aktualisierung einzelner Gruppen per Mail abonnieren kann. Die Seite ist mehrsprachig angelegt und soll europaweit der Vernetzung von Freilernergruppen dienen. Dort sind gerade die regionalen Freilernergruppen , Pfalz & Hessen, Baden-Württemberg und NRW gelistet.

Für nächstes Jahr befinden sich unter anderem das „Schulfrei-Festival“ und ein „Libertärer Bildungskongress“ in Planung.

Interviews zur gegenwärtigen Situation im schulischen Bildungswesen
 


Hier findet sich ein Mitschnitt des Interviews von Mirko Olostiak mit Anke Caspar Jürgens, Mitglied im Bundesverband Natürlich Lernen (BVNL) das am 20.11.2008 vom Radio Dreyeckland, Freiburg ausgesendet wurde.
Die persönlich gehaltene Zusammenfassung schildert die gegenwärtigen Situation im schulischen Bildungswesen. Es bietet Ihnen einen Einblick in den aktuellen Stand der Bewegung "Bildung in Freiheit" und weist auf Möglichkeiten für Engagement für Bildungsfreiheit auch in Deutschland:
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=25024
http://www.freie-radios.net/mp3/20081120-kooperations-25024.mp3

Mitmachaktion:

Solidarität für Bildungsfreiheit

Andreas und Christiane ermöglichen ihren Kindern, sich frei zu bildenPressespiegel der Familie:

Bußgeldverfahren

Reutlinger General Anzeiger, 21.10.2010: Die Schule und das Grundgesetz
Alb-Bote (Südwestpresse Münsingen), 22.10.2010: Schulgesetz kontra Grundgesetz 
Reutlinger General Anzeiger , 04.11.2010: Schulbesuch als Gewissenssache
Alb-Bote (Südwestpresse Münsingen), 04.11.2010: Verstoß gegen Norm ist letzter Ausweg  
Reutlinger General Anzeiger, 24. 11. 2010: Die Dynamik freien Lernens

Zwangsgeldverfahren

Radio Dreyeckland Freiburg, 23. 01. 2012: Freilerner klagen gegen Zwangsgeld 
Reutlinger General Anzeiger, 26.01.2012: Freilerner zum Schulbesuch verpflichtet
Radio Dreyeckland Freiburg, 26. 01. 2012: Freilernerprozess: Klage gegen Zwangsgeld abgewiesen  
 

Im November 2010 wurden Christiane Ludwig-Wolf und Andreas Jannek vom Amtsgericht Münsingen zu einem Bußgeld von 200,- € jeweils pro Elternteil verurteilt, weil ihre Kinder frei Lernen und damit der Schulpflicht nicht nachkommen.
Wir hatten darum gebeten, die Familie mit Überweisungen von 2 € an die Staatskasse zu entlasten und damit gleichzeitig eure Solidarität zu demonstrieren.
Die Staatsanwaltschaft hat sich nun gemeldet, die 706 € Bußgeld und Gerichtskosten sind bezahlt! Es sind sogar 20 € zu viel überwiesen worden, die nun an das Konto des BVNL gehen. Viele Menschen haben überwiesen. Manche haben uns geschrieben, dass sie noch jüngere Kinder haben und auf eine Veränderung in Deutschland hoffen. Andere finden Schule für ihre Familie gut, wollen aber, dass es eine Wahlfreiheit gibt. Leider gibt es auch einige Menschen die sich nicht getraut haben zu überweisen, aus Angst, Behörden auf sich aufmerksam zu machen. Aus ganz Europa haben Freilerner überwiesen oder Briefe mit Geld an die Staatskasse geschickt. Aus Frankreich gab es 2 größere Sammelüberweisungen von insgesamt fast 40 Freilernerfamilien. Gemeinsam können wir mit Ängsten und Repressionen umgehen. Viele Strukturen sind gerade am wachsen. Vielen Dank an die vielen Unterstützer! Vielen Dank für die Überweisungen und für die Verbreitung des Aufrufs!

 

 

 

Support for Christiane and Andreas in Germany

Below is a translation of Christiane’s plea for support:

Fliegende Kraniche für BildungsfreiheitDear Friends,
In November 2010 we were fined by the local district court 200 Euros per
parent because our children are free learners, and we refuse to act in
  accordance with the law mandating school attendance.

This court finding has become legally binding, and between Christmas and
New Years Day the office of the district attorney sent us a bill for 706
Euros (400 for fines and 306 for court costs). It goes against our
sensibilities to pay these fines without integrating some form of
 commentary.

We would like to ask you all for support in the form of 2 transfers to the
courts bank account (1 Euro for Christiane and 1 Euro for Andreas). In
doing this, you will support us and demonstrate solidarity with our cause.

   


Bericht zum Internationaler Tag der Bildungsfreiheit 2009

Eine kleine Gruppe von Aktiven veranstaltete in Stuttgart einen Info-Stand zum Internationalen Tag der Bildungsfreiheit mit dem Aufruf Bildung in Freiheit.
Gedanke machten wir uns schon seit einiger Zeit, was wir am Internationalen Tag der Bildungsfreiheit machen können. Aber wie meist, es war viel los und unklar wer nun wirklich Zeit hat.

So meldete Immanuel recht spontan eine Mahnwache mit Infostand für den 15. September in Stuttgart in der Königsstraße am Schlossplatz an.

Wie schon in den Jahren davor,war das etwas spät und der Platz schon Besetzt. Wir durften von 11.00 Uhr bis 12,30 dort verbringen und zogen dann um, direkt vor das neue Schloß. Leider war hier sehr wenig los und nur einzelne Passanten kamen um mit uns ein Gespräch zu führen.
Immanuel hat eine Bücherliste erstellt, ein kurzes Info über den Internationalen Tag der Bildungsfreiheit, Rundbriefe und Flyer von der Initiative hatten wir dabei. Elisabeth brachte noch Berichte von Home-education in Kanada und Irland mit. Vorne am Tisch befestigten wir ein Plakat mit der Aufschrift „Bildung in Freiheit“ Das war dann auch der Aufhänger für die Gespräche und löste zum Teil schon auf die Entfernung heftige Emotionen aus. Eine Frau, vielleicht Lehrerin rief uns herüber, ohne anzuhalten „Seid ihr denn von der Bildung gefangen?“ während sie ständig wütend den Kopf schüttelte. Dieser Satz scheint den Wunden Punkt zu treffen. Aber es gab auch einige Gespräche mit Menschen, die unseren Anliegen gut verstanden und erfreut waren Informationen zu bekommen.
Vor allem hatten wir aber Zeit zusammen zu reden und zu überlegen was wir nächstes Jahr machen wollen.
Auf jeden Fall sollte der Infostand zeitig angemeldet werden, dass er wirklich vorne in der Königsstraße steht. Vermutlich ist es auch sinnvoll einen Samstag zu wählen. Eine frühere Ankündigung könnte vielleicht bewirken, dass mehr Aktivisten kommen um mit zu machen und die Presse sollte auch noch informiert werden. Außerdem wäre es schön, den Tag einzubetten in eine Veranstaltungsreihe. Angeregt zu dieser Idee haben uns die Aktivitäten aus Österreich.
Zuletzt schreiben wir noch einen Brief an Kultusminister Rau dem wir Berichte über Freies Lernen in anderen europäischen Ländern beilegten, außerdem unsere Bücherliste.
Christiane