BVNL

Lernen ist Leben - Bundesverband Natürlich Lernen! e. V.

Interviews zur gegenwärtigen Situation im schulischen Bildungswesen
 


Hier findet sich ein Mitschnitt des Interviews von Mirko Olostiak mit Anke Caspar Jürgens, Mitglied im Bundesverband Natürlich Lernen (BVNL) das am 20.11.2008 vom Radio Dreyeckland, Freiburg ausgesendet wurde.
Die persönlich gehaltene Zusammenfassung schildert die gegenwärtigen Situation im schulischen Bildungswesen. Es bietet Ihnen einen Einblick in den aktuellen Stand der Bewegung "Bildung in Freiheit" und weist auf Möglichkeiten für Engagement für Bildungsfreiheit auch in Deutschland:
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=25024
http://www.freie-radios.net/mp3/20081120-kooperations-25024.mp3


Bericht zum Internationaler Tag der Bildungsfreiheit 2009

Eine kleine Gruppe von Aktiven veranstaltete in Stuttgart einen Info-Stand zum Internationalen Tag der Bildungsfreiheit mit dem Aufruf Bildung in Freiheit.
Gedanke machten wir uns schon seit einiger Zeit, was wir am Internationalen Tag der Bildungsfreiheit machen können. Aber wie meist, es war viel los und unklar wer nun wirklich Zeit hat.

So meldete Immanuel recht spontan eine Mahnwache mit Infostand für den 15. September in Stuttgart in der Königsstraße am Schlossplatz an.

Wie schon in den Jahren davor,war das etwas spät und der Platz schon Besetzt. Wir durften von 11.00 Uhr bis 12,30 dort verbringen und zogen dann um, direkt vor das neue Schloß. Leider war hier sehr wenig los und nur einzelne Passanten kamen um mit uns ein Gespräch zu führen.
Immanuel hat eine Bücherliste erstellt, ein kurzes Info über den Internationalen Tag der Bildungsfreiheit, Rundbriefe und Flyer von der Initiative hatten wir dabei. Elisabeth brachte noch Berichte von Home-education in Kanada und Irland mit. Vorne am Tisch befestigten wir ein Plakat mit der Aufschrift „Bildung in Freiheit“ Das war dann auch der Aufhänger für die Gespräche und löste zum Teil schon auf die Entfernung heftige Emotionen aus. Eine Frau, vielleicht Lehrerin rief uns herüber, ohne anzuhalten „Seid ihr denn von der Bildung gefangen?“ während sie ständig wütend den Kopf schüttelte. Dieser Satz scheint den Wunden Punkt zu treffen. Aber es gab auch einige Gespräche mit Menschen, die unseren Anliegen gut verstanden und erfreut waren Informationen zu bekommen.
Vor allem hatten wir aber Zeit zusammen zu reden und zu überlegen was wir nächstes Jahr machen wollen.
Auf jeden Fall sollte der Infostand zeitig angemeldet werden, dass er wirklich vorne in der Königsstraße steht. Vermutlich ist es auch sinnvoll einen Samstag zu wählen. Eine frühere Ankündigung könnte vielleicht bewirken, dass mehr Aktivisten kommen um mit zu machen und die Presse sollte auch noch informiert werden. Außerdem wäre es schön, den Tag einzubetten in eine Veranstaltungsreihe. Angeregt zu dieser Idee haben uns die Aktivitäten aus Österreich.
Zuletzt schreiben wir noch einen Brief an Kultusminister Rau dem wir Berichte über Freies Lernen in anderen europäischen Ländern beilegten, außerdem unsere Bücherliste.
Christiane

Bericht vom Symposium Bildungsfreiheit in Deutschland und Europa

Von Immanuel Wolf
Freitag Abend Mal ganz subjektiv und knapp: Am Freitag Abend bei den Eröffnungsvorträgen stand die Freiheit der Schulen im Vordergrund. Persönlich habe ich da am meisten von der Frau  Czerny mitgenommen. Als Lehrerin einer Grundschule bekam sie Ärger, weil ihre Schüler zu gut waren und sie damit angeblich den "Schulfrieden" störte. Sie hat sich deswegen sehr intensiv mit Notengebung auseinander gesetzt und festgestellt, dass es da tatsächlich auch schlechte Noten geben muss, da sich die Noten immer am Vergleich mit den Mitschülern orientieren und nicht an objektiven Leistungen. Sie berichtete auch von ihren Erfahrungen, wie die Kinder mit schlechten Noten auch schlechter lernten und unter Druck gerieten um wieder bessere Noten zu bekommen. Jedenfalls schlägt sie statt den vergleichenden Noten ein Level-System vor, in dem wie in der Erwachsenenbildung üblich nur festgehalten wird, was das Kind kann. Individuellen Lerngeschwindigkeiten aber auch individuelle Schwerpunkte könnten damit zertifiziert werden.
Ich halte ja gerade im Grundschulbereich nicht besonders viel von solchen Vortrag Ullrich Klemm Leistungsvergleichen, aber für die älteren Home- und Unschooler währe die Möglichkeit, sich für ganz konkrete einzelne Fähigkeiten zertifizieren zu lassen, ganz gut.

Am Samstag stand dann die Bildungsfreiheit für Familien mehr im Vordergrund. Dazu gab es verschiedene Vorträge und kurze Podiumsdiskussionen. In den Vorträgen wurde die Geschichte der Schulpflicht und ihre historische Verknüpfung mit Wehrpflicht und Militär dargelegt. Es wurde über Home Education in USA und Kanada berichtet, über die Wichtigkeit von festen Bindungen für die kindliche Entwicklung und vieles mehr. Als am Abend über die politischen Ausblicke diskutiert wurde, meldeten sich dann so viele, dass nur ein Teil zu Wort kommen konnte. Essenspause Frau Hirsch, MdEP, hatte erklärt, dass Homeschooling grundsätzlich auch in Deutschland möglich sein müsse. Zu ihren Überlegungen zu Genehmigungen und Kontrollen gab es dann viele Meldungen :-)
Im Publikum saß eine bunte Mischung aus Menschen aus dem Umfeld der FDP, von freien Schulen, Homeschoolern, Unschoolern. Vom Jugendlichen bis zum Rentner. Die inhaltlichen Beiträge waren meist nicht grundsätzlich neu für mich. Ich empfinde es aber als qualitative Steigerung, dass sie so im Dunstkreis der Politik dargestellt wurden.

 Moritz und Thomas Neubronner haben auf dem Symposium gefilmt. Jetzt sind sie gerade am Schneiden. Bald wird auf www.bvnl.de eine ca. 45 minütige Zusammenfassung Ankes Bücherstand dahinter BVNL und Septre des Symposiums zu finden sein.

Einen Bericht der Friedrich Naumann Stiftung gibt es unter http://www.freiheit.org/Berlin-Brandenburg-Aktuell/118c19345i2p73/index.html

Mozart ging nicht zur Schule

Schule ade: Beim Homeschooling lernen die Kinder zu Hause und werden meist von den Eltern unterrichtet. Während diese Lernform in vielen Ländern der Welt legal ist, bleibt sie in Deutschland bisher verboten. Ein Plädoyer für Freiheit und Kreativität von Dagmar Neubronner.

http://www.sein.de/archiv/2009/juli-2009/mozart-ging-nicht-zur-schule.html



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Aktion:
"Bildungsfreiheit für Deutschland - mehr als 1000 Kraniche für die Bundeskanzlerin"

Datum/Ort: 4.3.2010 von 11-12 Uhr / Forum vor dem Bundeskanzleramt in Berlin

Gemeinsam mit vielen anderen Eltern, Kindern und Jugendlichen haben wir in den vergangenen Monaten mehr als 3000 japanische Origami-Kraniche gefaltet, um unserem Wunsch nach Bildungsfreiheit in Deutschland mehr Ausdruck zu verleihen. Wir wollen, dass endlich auch in Deutschland Eltern ihr „vorrangiges Recht" in Anspruch nehmen können, „die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil
werden soll" (Deklaration der Menschenrechte 26/3). Sei es durch schulfreie Bildungswege, den Besuch einer selbstgewählten Schule oder durch die Kombination von beidem.

Und mit jedem mühsam gefalteten Kranich nimmt dieser Wunsch Gestalt an.

Zum Abschluss unserer Aktion wird es am 4. März 2010 zwischen 11-12 Uhr direkt vor dem Bundeskanzleramt eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung mit Präsentation der Kraniche, kurzen Redebeiträgen zur Bildungsfreiheit, Last-Minute-Falten, einen Kranichwettbewerb
u.a. geben.

Wir planen eine lebensfrohe und farbige Veranstaltung um zu zeigen, dass:

* Bildungsfreiheit ein wichtiger Aspekt einer freien und demokratischen
Gesellschaft ist
* Familien und Schulen unter der aktuellen Bildungspolitik in Deutschland leiden
und Veränderungen wollen
* wir uns an die Bundeskanzlerin wenden, um ihr unseren Wunsch nach
Bildungsfreiheit nahe zu bringen (so nah es eben geht ;-)

Anschließend werden die Kraniche dem Bundeskanzleramt übergeben.

Zu dieser Veranstaltung möchte ich hiermit alle Interessierten ganz herzlich
einladen. Je mehr Öffentlichkeit wir erreichen, um so mehr Bedeutung erfährt
unser Anliegen:

Endlich Bildungsfreiheit für Deutschland!

Laufend aktualisierte Informationen zur Veranstaltung inkl. Kranichwettbewerb
auf www.1000Kra niche.info