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Was sind Sudbury-Schulen?

Antworten darauf gibt es hier.

Sudbury in Deutschland

In Deutschland gibt es 5 Schulgründungsinitiativen, davon eine bereits praktizierende. Eine umfassende Liste von Schulen und Gründungsinitiativen finden sie unter:
http://www.sudbury-hl.de/base/sudbury/initiativen/

Weiterführende Links
http://sudbury.de/

www.sudval.org – Sudbury Valley School, Framingham, USA

http://de.groups.yahoo.com/group/Sudbury_Germany/ - öffentliche Yahoo Group zum Thema Sudbury Schulen in Deutschland

www.ting-schule.de

 

Und in Englisch: http://sudval.org/

Freie aktive Schulen

Was sind freie aktive Schulen?

Freie aktive Schulen sind eine besondere Form der Freien Alternativschulen in Deutschland. http://de.wikipedia.org/wiki/Aktive_Schule

Die meisten sind Mitglied im Bundesverband der freien Alternativschule (BFAS) http://www.freie-alternativschulen.de. Dort findet man auf der Adressenliste auch die aktiven Schulen nach Bundesländern geordnet.

Die Freien Aktiven Schulen richten sich insbesondere nach dem von Rebeca und Mauricio Wild gegründeten „Pesta“, ein Kindergarten-, Schul-, und Fortbildungszentrum in Ecuador.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pesta

Das pädagogische Konzept der Freien Aktiven Schulen stellt das selbstbestimmte Lernen und Handeln der Kinder in einer für ihre Interessen und gemäß ihrem Entwicklungsstand vorbereiteten Umgebung in den Vordergrund. Rebeca Wild prägte dafür den Begriff „Nichtdirektivität“, d.h. die Kinder wählen sich ihre Aktivitäten selbst. Es gibt keinen festgelegten Lehrplan. Jedes Kind bildet sich selbst und Erwachsene sich unterstützend und begleitend tätig.

Damit jedes Kind in den Prozess des eigenständigen Tuns finden kann ist eine entspannte und respektvolle Umgebung nötig. Diese wird von den Erwachsenen aufrechterhalten, unter Zuhilfenahme von Regeln, die von Erwachsenen und Kindern in demokratisch geführten Regelrunden bestimmt werden.

Statt Benotung gibt es Entwicklungsberichte, die den Lern- und Lebensprozess der Kinder dokumentieren und es finden regelmäßig Gespräche mit Eltern und Betreuern statt.

Das Bildungsverständnis der Freien Aktiven Schulen hat u.a. folgende pädagogische Grundüberzeugungen:

  • Bildung als aktiver Prozess: Bildung kann man nicht planmäßig produzieren, weil Bildung kein passiver sondern ein aktiver selbsttätiger Prozess ist. Jedes Kind bildet sich selbst. Die Erwachsenen können es dabei nur unterstützen und begleiten.
  • Ganzheitliche Bildung: Bildung bezieht sich auf den Verstand, die Psyche und den Körper des Menschen und umfasst das Lernen mit allen Sinnen.
  • Unabhängigkeit: Das Streben des Kindes richtet sich auf die Unabhängigkeit von Erwachsenen. Dies gilt es zu respektieren.
  • Freiheit und Geborgenheit: Entscheidende Voraussetzung für die Erweiterung der Selbständigkeit von Kindern sind die Freiheit zur Selbsttätigkeit und eine Geborgenheit, die in erster Linie durch verlässliche freundliche Beziehungen zu Erwachsenen, unter den Kindern und durch ein friedliches Klima in überschaubarem Rahmen entsteht.
  • Grenzen und gegenseitiger Respekt: Die Freiheit an Freien Alternativschulen ist nicht grenzenlos. Den Erwachsenen kommt hierbei die Rolle zu, für eine respektvolle und entspannte Umgebung zu sorgen, in der die Kinder ungestört ihren Interessen nachgehen können.
  • Freie Aktive Schulen bieten für alle Beteiligten einen Raum, in dem Haltungen verändert werden können und Entwicklung stattfinden kann. Sie bieten die Möglichkeit, Selbstregulierung und Demokratie im Alltag zu erfahren, Abenteuer zu erleben und seinen Lebensbereich aktiv zu gestalten.

 

Weiterführende Literatur:

 

  • Rebeca Wild, Lienhard Valentin (Herausgeber): Erziehung zum Sein. Erfahrungsbericht einer aktiven Schule. Arbor Verlag, 1986, 10. Auflage 2001, ISBN 978-3-933020-00-0.
  • Rebeca Wild: Sein zum Erziehen. Mit den Kindern leben lernen. Arbor Verlag, 5. Auflage 1995, ISBN 978-3924195083.
  • Rebeca Wild: Lebensqualität für Kinder und andere Menschen – Erziehung und der Respekt für das innere Wachstum von Kindern und Jugendlichen. Beltz, 3. Auflage 2001, ISBN 978-3407220929.
  • Rebeca Wild: Kinder im Pesta: Erfahrungen auf dem Weg zu einer vorbereiteten Umgebung für Kinder. Arbor-Verlag, 1993, ISBN 978-3924195106.

 

In demokratischen Schulen wird der Schulalltag durch praktizierende
Basisdemokratie gelebt.

Ein wichtiger Teil davon sind die Sudburyschulen.
Sudbury-Schulen sind Demokratische Schulen
<http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratische_Schule>, die sich am Modell
der Sudbury Valley School
<http://de.wikipedia.org/wiki/Sudbury_Valley_School>
orientieren.Derzeit gibt es um die 35 Sudbury-Schulen weltweit.

Obwohl es Gemeinsamkeiten zwischen den Sudbury-Schulen und anderen
demokratischen Schulen gibt, gibt es einige wichtige Unterschiede. Dies
betrifft die demokratische Selbstverwaltung mittels Schulversammlung
<http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schulversammlung&action=edit&redlink=1>,
die Behandlung von Problemen durch das Justizkomitee und die Altersmischung.

Es gibt keine genauen Vorgaben einer Vereinigung oder Organisation, um
sich Sudbury-Schule nennen zu dürfen. Viele Schulen haben den Titel
freiwillig übernommen.